Websuche:
    
  
Menü:
 
 
 
Handwerker gesucht?
Wir empfehlen:
fachfirmen.de
Alle Firmen aus 80 Fachportalen!

Mit www.BAUSTOFFE.de und
www.FACHFRAGEN.de!
Sie sind hier >> tagesmutter.de

tagesmutter.de

 
 
 
 

Kinderkrankheiten

 

Wenn das kleine Köpfchen glüht

Kinder erkranken im Kindergartenalter bis zu achtmal im Jahr, später noch bis zu viermal, das ist völlig normal. Besonders häufige Infektionen deuten auf eine besonders starke Exposition gegenüber Krankheitserregern hin (Kontakt mit vielen anderen Kindern im Kindergarten, Geschwister). Es kann auch sein, dass das Kind eine Allergie hat.

Fast immer sind es Virusinfektionen, seltener bakterielle Infektionen (z. B. Scharlach). Das hängt damit zusammen, dass viele Virusinfektionen über Tröpfcheninfektion besonders leicht übertragen werden, so dass die meisten Menschen schon während der ersten Lebensjahre infiziert werden. Im Erwachsenenalter hat man dann gegen die häufigsten Keime schon eine Immunität aufgebaut. Aber auch Erwachsene werden beim Umgang mit Kindern öfter krank.

Dies sind die häufigsten Kinderkrankheiten:

Dreitagefieber
Eine harmlose Virusinfektion, die meist Kinder unter drei Jahren betrifft und durch Tröpfcheninfektion übertragen wird.

Symptome:
Plötzlicher Beginn mit hohem Fieber bis zu 40°, das 3-4 Tage anhält. Eventuell leichte Erkältungssymptome, häufig auch Fieberkrämpfe, dann Temperaturabfall und blassroter Ausschlag (Röteln-ähnlich), zuerst am Rumpf, dann an Armen und Beinen, das Gesicht wird dabei ausgespart. Der Ausschlag verschwindet nach 1-3 Tagen wieder
Therapie:
Da es sich um eine Virusinfektion handelt, können nur die Symptome behandelt werden (fiebersenkende Medikamente, bei Fieberkrämpfen. Auch antiepileptische Mittel).

Keuchhusten
Eine durch Bakterien ausgelöste, hochansteckende Infektionskrankheit ungeimpfter Personen ( bei Säuglingen sehr gefährlich)

Symptome:
Niesen, Schnupfen, Heiserkeit, kaum Fieber, leichter Husten. Dann 15-20 typische Hustenanfälle (heftig und stakkatoartig, vor allem nachts), gequälter Gesichtsausdruck, Herauswürgen von zähem, glasigem Schleim, mehrwöchiger Verlauf!
Therapie:
Antibiotikum (kann nur die Krankheitsdauer verkürzen, nicht aber den Ausbruch verhindern), viel Flüssigkeit, Bettruhe, feuchte und kühle Raumluft nachts, Isolation

Masern
Eine durch das Masernvirus hervorgerufene, hochansteckende Infektionskrankheit mit anschließender lebenslanger Immunität.

Symptome:
1. Stadium: Grippeähnliche Symptome, Lichtscheu (wegen Bindehautentzündung),
typisch: ab 2./3. Tag weißliche festhaftende Beläge mit roter Umrandung an der Wangenschleimhaut, am 3 Tag Rötung der übrigen Mundschleimhaut und erster Gipfel der Fieberkurve, danach Abfall der Temperatur auf normale Werte
2. Stadium: Beginnt mit zweitem steilen Fieberanstieg, Symptome des ersten Stadiums werden stärker, dazu kommt ein großfleckiger Hautaussschlag (beginnt hinter den Ohren, breitet sich auf Gesicht und Hals aus, dann auf den Körperstamm und Extremitäten), Fieberabfall am 4. Tag, wenn der Ausschlag bis zu den Füßen reicht

Therapie:
Bettruhe, abgedunkelter Raum, fiebersenkende Maßnahmen

Mittelohrentzündung
Akute, meist bakteriell verursachte Erkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie wird normalerweise durch eine aufsteigende Infektion von der Nase aus (Erkältung) verursacht.

Symptome:
Plötzliche stechende Ohrenschmerzen ein- oder beidseits, Fieber, Krankheitsgefühl, Hörminderung, Kopfschmerzen. Bei Säuglingen: Unruhe, trinken schlecht, greifen sich häufig ans Ohr

Therapie:
Antibiotika, abschwellende Nasentropfen (keine Ohrentropfen!), Schmerzmittel, Wärme (Hausmittel wie Zwiebel- oder Kartoffelsäckchen)

Mumps
Umgangssprachlich auch Ziegenpeter genannt, ist Mumps eine ansteckende Virusinfektion.

Symptome:
Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, typisch: schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen mit Anhebung der Ohrläppchen

Therapie:
Isolierung, Bettruhe, Flüssigkeit, breiige Nahrung, Kühlen der Ohrspeicheldrüsen, Mundpflege

Röteln
Eine durch das Rötelnvirus verursachte Infektionskrankheit.

Symptome:
Nach der Inkubationszeit von 14-16 Tagen bilden sich erst im Gesicht gerötete, einzelstehende Hauteffloreszenzen, die sich auf den Stamm und Extremitäten ausbreiten. Diese bilden sich meist nach drei Tagen zurück. Begleitend tritt oft erhöhte Temperatur bis 39 Grad Celsius auf. Hinzu kommen evtl. Gliederschmerzen, Arthritis, Lymphknotenschwellung am Hinterkopf, Nacken und hinter den Ohren sowie eine Vergrößerung von Leber und Milz.

Therapie:
Fiebersenkende Maßnahmen, entzündungshemmende Medikamente bei Gelenkentzündungen

Scharlach
Der Scharlach ist eine akute Infektionskrankheit, die vor allem im Kindesalter auftritt.

Symptome:
Beginnt plötzlich und dramatisch mit hohem Fieber, starken Halsschmerzen, Husten, Erbrechen, Herzrasen, Kopf- und Bauchschmerzen, „Himbeerzunge“, am 2. Tag kleinfleckiger Ausschlag mit roten Knötchen, der in den Leisten beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreitet (Ausnahme: Mund und Kinn), vergrößerte Lymphknoten unter dem Unterkiefer.

Therapie:
Penicillin 10 Tage lang

Windpocken
Eine hochansteckende Viruserkrankung, die einen bläschenförmigen Ausschlag verursacht.

Symptome:
Leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, kleinfleckiger stark juckender Ausschlag mit Bläschenbildung, starker Juckreiz

Therapie:
Juckreiz mildern mit Zinkschüttelmixtur oder feuchte Tücher, keine Salben!

Weiterführende Links:
Erste Hilfe
Unfallvermeidung

| nst/05