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Erste Hilfe
Erste Hilfe beim Unfall!
Gerade wenn mehrere Kinder zusammen spielen, kann es schnell mal zu einem kleinen Unfall kommen.
Deshalb sollten Sie in jedem Fall wissen, was in einer Unfallsituation wichtig ist.
Daran müssen Sie denken:
• Keine Panik! Wenn der Unfall erst passiert ist, gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn Sie hysterisch werden, könnten Sie dem Unfallopfer sogar schaden!
• Kleinkinder reagieren mit verstärktem Weinen, wenn Sie merken, dass Sie aufgeregt sind. Bewahren Sie also auch deshalb immer Ruhe.
• Nach dem Unfall: Kontrollieren Sie die Atmung, fühlen Sie den Puls und prüfen Sie ob das Herz schlägt. Danach verständigen Sie sofort und unverzüglich den Rettungsdienst.
• Bei einem Notruf gelten die 5 „W“. Wenn Sie mit der Einsatzzentrale sprechen sollten Sie folgende Informationen abgeben: Wo ist es passiert? Was ist genau passiert? Wie viele Verletzt gibt es und in welchem Alter sind die Personen? Welche Art der Verletzung liegt vor (Schnittwunde etc.)? Warten Sie nun auf Rückfragen und beantworten Sie diese so ruhig Sie nur können.
Häufige Unfallsituationen bei Kleinkindern und Babys:
• Kopfverletzungen: Der Kopf ist bei Säuglingen und Kleinkindern immer sehr gefährdet. Rufen Sie in diesem Fall immer am besten den Notarzt. In der Zwischenzeit sollten Sie das Baby nicht unnötig umhertragen. Legen Sie es am besten Flach auf eine Decke und versuchen Sie es zu beruhigen. Falls das Kleinkind erbrechen sollte, müssen Sie versuchen die Atemwege freizuhalten (sofort Notruf absetzen!).
• Verbrennungen/Verbrühungen: Ziehen Sie dem Kind sofort die verbrühten Kleidungsstücke aus und beginnen Sie damit die Hautflächen zu kühlen. Halten Sie das verletzte Körperteil für etwa 20 Minuten sofort unter kaltes Wasser (ca. 15 Grad). Ist die Verbrennung schlimm, sollten Sie unbedingt zum Arzt fahren oder den Notarzt verständigen. Wichtig: Denken Sie an den Impfausweis, falls eine Tetanusspritze gegeben werden muss.
• Das sollten Sie bei einer Verbrühung niemals tun: Legen Sie kein Eis auf die verletzte Stelle. Es kühlt zwar zuerst, kann aber Kälteschäden auf der Haut verursachen. Mehl oder Puder lässt die Wunden verkleben (schmerzhaftes Auswaschen im Nachhinein). Benutzen Sie im ersten Moment keine Brandsalben – das vermindert nur die Sauerstoffzufuhr zur Haut und hält die Hitze im Gewebe!
• Vergiftungen: Der Arzt kann dem Kind am besten helfen, wenn er weiß, um welche Vergiftung es sich handelt. Versuchen Sie mit ihrem Kind zu sprechen, um zu erfahren, was es zu sich genommen hat. Falls Sie es herausfinden können, sollten Sie eine Probe des Giftes (Spülmittel, Tabletten etc.) in einem Beutel füllen und dem Arzt übergeben. Wenn das Kind nicht ansprechbar ist und sich übergibt, sollten Sie das Erbrochene ebenfalls dem Arzt zur Analyse übergeben. Geben Sie dem Kind niemals Milch zu trinken! Sie bewirkt, dass Gifte schneller in den Blutkreislauf gelangen. Zeigt das Kind Durst, sollten Sie ihm immer nur Wasser reichen. Rufen Sie allgemein bei Vergiftungen immer den Notarzt!
• Verschluckt: Kleine Kinder müssen einfach immer alles in den Mund nehmen. Dabei können Sie sich an kleinen Objekten schnell verschlucken (Plastikteile, Erdnüsse, Bonbons etc.). Wenn Sie bemerken sollten, dass das Kind heftig zu husten beginnt, schlecht Luft bekommt oder gar blaue Lippen bekommt, müssen Sie sofort den Notarzt rufen!
Erste-Hilfe-Kurse für den Umgang mit Kleinkindern:
Kinder sind ganz besondere Patienten und verhalten sich nach Unfällen häufig anders als Erwachsene: Machen Sie deshalb einen Erste-Hilfe-Kurs für Kleinkinder und Babys. So können sie ganz gezielt helfen und machen keine schwerwiegenden Fehler. Solche Ersthelfer-Kurse werden von verschiedenen Verbänden (z.B. Malteser) bereits ab 50 Euro angeboten.
Weiterführende Links:
Unfallvermeidung
Kinderkrankheiten
| nst/05
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